Kochen ist Entspannung pur
Monika Allemann aus Steinmaur ist eine von fünf Köchinnen und Köchen, welche in der beliebten TV-Kochsendung «Mini Chuchi, dini Chuchi» mitwirkt. Ein kulinarisches Abenteuer zum Thema «Öschtriich».¶
Monika Allemann stellte sich der Herausforderung «Mini Chuchi, dini Chuchi». Bild: zvg
Monika Allemann aus Steinmaur ist eine von fünf Köchinnen und Köchen, welche in der beliebten TV-Kochsendung «Mini Chuchi, dini Chuchi» mitwirkt. Ein kulinarisches Abenteuer zum Thema «Öschtriich».¶
Steinmaur. Man kann nicht sagen, dass Kochen schon lange Monika Allemann’s grosse Leidenschaft ist. Aufgewachsen in Rümlang, waren die Räumlichkeiten des Kochens in der Schulhauswartswohnung sehr begrenzt. «Es war das kleine Reich meiner Mutter. Wenn sie kochte, war mir bestenfalls der Job der Küchenhilfe zugeteilt. Dennoch bewunderte ich sie, wie sie mit einfachen Mitteln leckeres Essen auf den Tisch zauberte.
Als ich schliesslich vor rund 20 Jahren mit meinem Partner in Steinmaur ein altes Bauernhaus umbauen konnte, gab es Platz, auch für einen schönen Gemüsegarten. Dort pflanzte mein Mann mit schweisstreibender Begeisterung gartenfrisches an, ich erntete mit Genuss und verarbeitete die unbehandelte gesunde Kost.»
Dann kam im letzten Frühjahr die Anfrage von der Produktionsfirma Mediafisch, ob Monika Allemann bei der bekannten TV-Kochsendung «Mini Chuchi, dini Chuchi» mitwirken wolle. «Ich war sehr überrascht. Nun, ich bin auf verschiedenen Internetplattformen für Statisterie gelistet. Zusammen mit meinem Mann – ein Schauspieler – wirke ich doch ab und an in Spielfilmen oder Werbung mit. Offenbar ist mein Profil den Castern der Sendung aufgefallen.
Ich hatte sehr spontan zugesagt und konnte damals nur wenig ahnen, auf welches Abenteuer ich mich da eingelassen hatte. Ich bin ja nun nicht die Köchin die von nichts anderem träumt.» Nach der Zusage folgten ein Vertrag und diverse Informationen zum Ablauf der Drehtage.
Etwa sechs Wochen vor dem Dreh, wurde das Motto der Kochwoche, «Öschtriich» – die Protagonisten tischen jeweils wochentags bei sich zu Hause ein Hauptgericht auf und werden von ihren Gästen bewertet – bekannt gegeben. Dann hatte man eine gute Woche Zeit, zwei Menü-Vorschläge einzureichen, die von der Regie auf die Kandidaten abgestimmt wurden. «An unserem ersten Ferientag sollte ich Ideen abgeben und trotz vieler Tipps aus meinem familiären Umfeld und Kolleginnenkreis hatte ich noch keinen Plan, was ich kochen könnte. Glücklicherweise, im «Casa Leon» (das ist auch die Location in welcher das TV-Format «Sing mein Song, das Tauschkonzert» aufgezeichnet wird), konnte ich während eines halben Tages in der Küche von Chefkoch Holger, Inspiration und Tipps abholen.»
Zurück ging es ans Planen. Monika Allemann setzte das Untermotto «Kaiserlich – deftig». Nicht nur der Gaumen sollte auf seine Kosten kommen, das Auge isst bekanntlich mit. Also kümmerte sich die 52-Jährige um passendes Geschirr mit Goldrand, Kaiserin Sissi’s, Holger’s und Mozart’s Bildnis in schwülstig-goldenem Bilderrahmen, Jagdhorn, Säbel und andere Deko. Auch die weltbekannten Mozartkugeln, Wein und Bier aus dem Lande durften nicht fehlen. Das Menü kochte sie einige Male probehalber, damit dann am Drehtag mit Nervosität das Ganze hoffentlich etwas leichter von der Hand geht.
Es hat offensichtlich geschmeckt
Und diese Drehtage im November hatten es in sich. Es regnete nur einmal, nämlich fast ununterbrochen. Das forderte Crew und Darsteller gleichermassen. Die Aussendrehs, also das Eintreffen der Gäste mit Interviews bei Sturm, die Szene oft wiederholt gedreht, ging an die Substanz. «Wir haben das Beste daraus gemacht und unsere Garage mit Lampengirlande, Strohballen, Öllampen und Schaffell einigermassen gemütlich gestaltet. Endlich im Haus gab es hausgemachten Apéro.
Aber schon Stunden vorher stand Monika Allemann im Fokus. «Die Crew traf schon vor 14 Uhr ein, filmte die Umgebung, Interviewte mich zu einem Hobby und nahm die ersten Kochschritte auf. Regie, Praktikantin, Kameramann und Tönler waren ein eingespieltes Team. «Sie haben mir meine Anspannung genommen und als ich schliesslich die letzten Kochschritte tat, war ich erstaunlich tiefenentspannt. Ich habe mich fast selber kaum wiedererkannt. Endlich trug ich die Teller zum Tisch und das was ich darauf angerichtet habe, war innert Kürze so weggeputzt, dass man hätte meinen können, unsere Katzen hätten da mitgewirkt. Es folgten getrennt die Meinungen zum Gekochten und die Punktevergabe. Nach gemütlichen Ausklang zogen alle im garstige Wetter von dannen und ich füllte müde, aber glücklich den Geschirrspüler.
Viel Spass gehabt
Am nächsten Tag ging es ja schon weiter. Auch wenn die Dreharbeit wirklich konzentriert und folglich anstrengend waren, hatten wir alle eine Menge Spass.
'Mini Chuchi, dini Chuchi' ist ein wirklich bereicherndes Format, welches nebst dem Kochen unterschiedlichste Menschen zusammenbringt und bestenfalls entstehen tolle Freundschaften. Eine interessante Erfahrung die ich nicht missen möchte und natürlich bin ich auf die Ausstrahlung der Sendung sehr gespannt.» (e)
Sendetermin: Montag, 15. Januar bis Freitag 19. Januar 2024, jeweils um 18.15 Uhr auf SRF1.
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